Private Ganztagsschule seit 1900
Seit 1985 ist die Schele-Schule als gebundene Ganztagsschule konzipiert, die sich durch ihre gewachsene Struktur sowie durch ihre langjährige pädagogische Erfahrung und Tradition den Anforderungen einer sich wandelnden Zeit und Gesellschaft zu stellen weiß.
Die in Berlin-Charlottenburg, nahe dem Olympiastadion gelegene Schele-Schule ist eine staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft. Seit ihrer Gründung – die Schule beging im Juni 2000 ihr hundertjähriges Jubiläum – ist es ihr grundsätzliches Anliegen, als Ganztagsschule den einzelnen Schüler mit seinem Anspruch auf Bildung und Erziehung in den Mittelpunkt ihres Wirkens zu stellen. Die Schule versteht sich als ein Haus des Lebens und des Lernens, in dem jeder Schüler ohne Ansehen der Konfession oder der Nationalität in seiner Einzigartigkeit angenommen wird. Die Persönlichkeit eines jeden Schülers trägt damit zum unverwechselbaren Gesamtbild dieser Schule mit ihren rund 200 Schülern bei.
Ausgerichtet auf ihre Gesamtkonzeption führt die Schele-Schule vor der Schuleingangsphase einen Kindergarten. Die Aufgabe dieser Einrichtung ist es, die Persönlichkeit der drei- und vierjährigen Kinder mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern und zu fordern und sie damit auf das Leben und Lernen in der Schule vorzubereiten.
Der Segelclub ist als dritter Standort in das pädagogische Konzept der Schele-Schule eingefügt. Hierhin ziehen sich die Schüler zu Projektarbeiten zurück; es besteht die Möglichkeit, Wassersport zu betreiben und andere Freizeitaktivitäten auszuüben, die dem Ausgleich und der Erholung dienen. Auch die Ferienbetreuung findet hier statt. Nicht zuletzt treffen sich an diesem naturnahen Ort Schüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige, um Schulgemeinschaft zu erleben.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ihrer Kinder hat deshalb für die Schele-Schule eine besondere Bedeutung. Lehrer, Erzieher und Eltern sind über einen längeren Zeitraum Partner bei der Erziehung der Kinder. Dabei ergänzen sie sich in der Verantwortung und Beziehung gegenüber den Kindern in fruchtbarer Weise:
125 Jahre Schulgeschichte
Die Schele-Schule wurde im Jahr 1900 von dem Privatlehrer August Sodemann zunächst als Familienschule gegründet und später als „Sodemann’sche höhere Schule für Knaben und Mädchen“ fortgeführt. Bis zum 2. Weltkrieg hatte die Schule ihren Sitz in der Lietzenburger Straße in Berlin-Wilmersdorf. Bereits während dieser Zeit wurden die Schülerinnen und Schüler ganztägig unterrichtet und betreut. Eine solche Schulform war damals neu und einzigartig in Berlin und wurde „Tagesheimschule“ genannt, eine Vorläuferin der heutigen Ganztagsschule. Mitte der dreißiger Jahre wurde die Schule von dem damaligen Schuldirektor, Herrn Troost von Schele, übernommen, der ihr auch den heutigen Namen gab. Die Nationalsozialisten schlossen die Schule Ende der dreißiger Jahre. Das alte Schulhaus in der Lietzenburger Straße wurde durch Kriegseinwirkung vollständig zerstört. In den fünfziger Jahren bezog die Schele-Schule ihren heutigen Standort, die Althoffsche Villa in der Olympischen Straße in Neu-Westend, die von dem Architekten Peter Jürgensen für den Fabrikanten Althoff entworfen und 1919 erbaut wurde. Zunächst wurde die Schule als Gymnasium fortgeführt, 1970 kam es schließlich zu einer strukturellen Neuorganisation und zur Einrichtung der einzügigen Grundschule mit den Klassenstufen 1 bis 6. Hierbei wurde konsequent die bewährte Idee der Tagesheimschule fortgeführt und zur „gebundenen“ Ganztagsschule weiterentwickelt. Seit 1985 ist die Schele-Schule als gebundene Ganztagsgrundschule konzipiert, die sich durch ihre gewachsene Struktur sowie durch ihre langjährige pädagogische Erfahrung und Tradition den Anforderungen einer sich wandelnden Zeit und Gesellschaft zu stellen weiß.