- Die EPA kann überhaupt nur mit einer APP auf dem Smart-Phone „sinnvoll“ betrieben werden. Andere Lösungen sind nicht praktikabel.
- Die Akte erfordert von Nutzer/Patienten fortlaufende Aufmerksamkeit um Zugriffsrechte zu verwalten.
- Mindestens ¾ unserer Patienten, besonders der älteren Generation, dürfte dazu nicht in der Lage sein.
- Für uns sind die Daten aus der Akte kaum zu benutzen, da wir uns im Falle einer Übernahme der Daten in unsere Patientenakte Computerviren einfangen können.
- Die Daten in der Akte sind manipulierbar und von daher für uns nicht vertrauenswürdig.
- Die Akte ist sehr kompliziert zu befüllen. So müssen wir einen Medikamentenplan erst ausdrucken bevor wir ihn einpflegen können. Das ist kein Scherz!!
- Den „Notfalldatensatz“, den jeder für sich selbst definieren muss, können wir nur bei im System gesteckter Versichertenkarte einstellen. Das blockiert andere notwendige Arbeiten am Computerarbeitsplatz. Eine praktikable Umsetzung ist uns noch nicht ersichtlich.
- Ihre Daten werden in einer hoch gesicherten Cloud gespeichert, sind aber dennoch niemals 100% vor Hackerengriffen sicher.
- Wir konnten in den Apps der eigenen Krankenversicherung bisher keine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Datennutzung zu wissenschaftlichen Zwecken finden. Dies erscheint uns für die Nutzung aber notwendig, weil man sonst nicht weiß, wer wann was mit den Daten macht.
Das zentrale Problem liegt in der völligen Fehleinschätzung der bürokratischen Situation in diesem Gesundheitssystem. Hier muss zuerst massiv entbürokratisiert werden. Danach könnten Daten dann mit „drag and drop“, Verfahren, also einfach, in die Akten überführt werden.
Dass man nichts kapiert hat, sieht man aber schon an der Ankündigung von Frau Warken, unsere neue Gesundheitministerin, dass ausgerechnet die KVen, die seit Jahrzenten eine hausarztzentrierte Versorgung mit allen Möglichkeiten bekämpfen, jetzt zu deren Gestaltern werden sollen. Das wird niemals funktionieren.
Darüber hinaus wurde uns signalisiert dass die Krankenkassen im Laufe des Jahres dazu verpflichtet werden alle ihre dort vorliegenden Diagnosen in diese Akten einzustellen. Dieses Vorgehen ist äußerst problematisch, da unsere Diagnoseübermittlung an die Kassenärztlichen Vereinigungen und damit an die Krankenkassen, von uns aus den vielfältigsten Gründen gemacht werden müssen. Wir müssen zum Beispiel sisyphosartig für jeden Laborwert, jede Überweisung, jedes Telefonat, jede Leistung und jedes Medikament was wir verordnen eine Diagnose hinterlegen. Oftmals sind dies nur Verdachtsdiagnosen und Diagnosen die uns helfen das Krankheitsbild besser zu erfassen. Dies bedeutet aber nicht, dass sie an diesen Krankheiten erkrankt sind. Wir kodieren auf diese Art und Weise pro Quartal 30-bis 50000 (!!!) Diagnosen. Machen wir das nicht, erhalten wir Regresse von den Krankenkassen. Ein Irrsinn den wir in jedem Quartal aufs Neue mitmachen. Der Wert einer solchen Diagnosesammlung tendiert gegen null und gibt ein äußerst verzerrtes Bild ihres tatsächlichen Krankheitsgeschehens wieder.
Da Ihnen bekannt ist, dass wir das Rentenalter bei guter Gesundheit erreicht haben, denken wir natürlich darüber nach, die Praxis zu veräußern um unser Rentendasein auch noch ein wenig genießen zu können.
- Es können nur Dauermedikamente, welche in unserem Medikamentenplan hinterlegt sind, auf diese Weise signiert werden.
Wir legen viel Wert auf eine persönliche Beziehung zu unseren Patienten. Ob am Empfang oder im Untersuchungszimmer, Sie werden sich jederzeit gut aufgehoben fühlen. Erfahren Sie mehr über unser Praxis. Gerne können Sie sich auch über unser Leistungsspektrum informieren - von der Diagnostik bis zur Therapie.