Alle diese Bedürfnisse sind für uns handlungsleitend. Bei terra est vita erfahren Menschen mit geistiger Behinderung größtmögliche Selbstbestimmung und Teilhabe sowie das Gefühl der Zugehörigkeit.
Annegret: Mit Neugier, Empathie und Verlässlichkeit
Sich ein halbes Jahr ausprobieren, Erfahrungen sammeln und herausfinden, wohin die Reise gehen könnte: Seit August 2026 absolviert die 19-jährige Annegret bei der terra ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Und macht das richtig gut!
Mitarbeiterausflug: Mit Boßelkugeln und Kaltblütern durchs lila Blütenmeer
Ein Jahresausflug mit gutem Essen und viel Bewegung, Natur, interessanten Geschichten – und jeder Menge zu lachen: Am 28. August 2026 machten sich die Mitarbeiter*innen der terra einen schönen Tag in der Nemitzer Heide.
Vorgestellt: Jetzt leitet Emma das ABW
Emma Marie Gaedke hat bei der terra die Bereichsleitung des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) in Lüchow übernommen. Jetzt, nach einigen Monaten Erfahrung im neuen Tätigkeitsfeld, ist es Zeit, sie vorzustellen. Swaantje Düsenberg hat mit Emma gesprochen.
Terra-Geschichten Folge 25: Ein Wetterballon auf Abwegen
Bei der terra schreibt das Leben schöne Geschichten. In manchen geht es um herausragende Fähigkeiten oder bemerkenswerte Entwicklungsschritte einzelner Menschen. Andere handeln von kleinen, aber besonderen Alltagsmomente. So wie die Geschichte von Michael, der dank seiner Geistesgegenwart einen abgestürzten Wetterballon aus dem Baum fischt.
Auch für die bei der „terra“ lebenden und arbeitenden Menschen mit geistiger Behinderung gilt: Benachteiligungen im Arbeitsleben oder bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sollen maximal reduziert, möglichst überwunden werden – und am besten gar nicht erst aufkommen. So sieht es auch das Bundesteilhabegesetz vor. Entsprechende Fachleistungen der Eingliederungshilfe, auch in Form von Assistenzen, werden auf dem Hof der „terra“ schwerpunktmäßig vor allem in zwei Bereichen umgesetzt:
- ihren Alltag selbstbestimmt und eigenständig zu bewältigen,
- praktische Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben und zu erhalten,
- sich zu verständigen und mobil zu sein/zu werden/zu bleiben,
- in der Freizeit am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen.
- sich auf einen Beruf vorzubereiten,
- einer angemessenen und individuell geeigneten Beschäftigung nachzugehen,
- sich weiterqualifizieren zu können,
- einen Arbeitsplatz (möglichst auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt) zu erlangen und zu erhalten.
Für die „terra“ eher untypisch ist es dagegen, dass sie im Sinne des Gesetzes Leistungen zur Teilhabe an Bildung erbringt.Diese sind nämlich insbesondere auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit rein körperlichen Behinderungen ausgerichtet. Wir bestärken jedoch jeden bei uns lebenden Menschen darin, Leistungen auch in diesem Bereich zu beantragen, falls er sie benötigt. Mit Blick auf unsere BewohnerInnen unterstützen wir sie darüber hinaus vor allem darin, zentrale Kulturtechniken wie das Lesen und Schreiben zu erlernen und zu erhalten.
Unter Leistungen zur medizinischen Rehabilitation fallen wiederum vorwiegend therapeutische Maßnahmen von Ärzten und anderen heilberuflich wirkenden Personen. Sie sollen z.B. eine Pflegebedürftigkeit abwenden bzw. eine vorhandene beseitigen oder zumindest mildern. Hier wirkt die „terra“ u.a. darauf hin, dass die bei ihr lebenden Menschen entsprechende Maßnahmen erhalten.
Je nach Ziel wird eine Teilleistung einem der vier genannten Teilhabe-Bereiche zugeordnet. Beispielsweise nehmen einige BewohnerInnen der „terra“ an heilpädagogischem Reiten teil. Diese Maßnahme fällt in den Bereich soziale Teilhabe, wenn sie Entspannung und Freude steigern soll. Soll sie dagegen die körperliche und geistige Entwicklung fördern, gehört sie zur medizinischen Rehabilitation. Die jeweilige Zuordnung kann manchmal nicht trennscharf vorgenommen werden, entscheidet aber darüber, wer die Kosten trägt.