Akupunktur und TCM lindern Schmerzen
Die Chinesische Medizin ist eine ganzheitliche Heilmethode, die Körper, Geist, Ernährung und Lebensstil miteinander verbindet. Nach dieser Vorstellung fließt die Lebensenergie QI durch die Meridiane im Körper. Diese Leitbahnen (Meridiane) verbinden sich mit den inneren Organen und allen Strukturen des Menschen.
Häufige Fragen zu Akupunktur und TCM
Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Akupunktur und die TCM eine nachweisbare Wirkung hat und seit einigen Jahrzehnten vermehrt in Europa angewendet wird. Die Akupunktur und die weiteren Therapieformen der TCM haben sich häufig als gezielter Zusatz zur Schulmedizin erfolgreich bewährt und sind innerhalb der verschiedenen alternativen Heilmethoden etabliert.
In der Regel sitzen/liegen Sie während der Behandlung entspannt, bequem und warm. An den ausgewählten Akupunkturpunkten der Extremitäten, des Körperstamms oder des Kopfes werden dünne Stahlnadeln wenige Millimeter bis einige Zentimeter tief eingestochen. Je nach Art des Behandlungskonzeptes werden unterschiedlich viele Akupunkturnadeln verwendet (i.d.R. 4-12 Stück). Der Einstich der Akupunkturnadeln kann einen kurzen Schmerz oder ein elektrisierendes Gefühl auslösen. Während die Nadeln im Körper verbleiben, sollte kein Schmerz spürbar sein.
Es kann zu einem „De-Qi“-Gefühl von Druck, Spannung, Kribbeln, Wärme, Schweregefühl oder Ausstrahlung kommen, welches noch Tage nach der Behandlung zu spüren sein kann. Das ist ein Hinweis darauf, dass das „Qi“ (Energie/Selbstheilung des Körpers) aktiv ist. Eine Sitzung dauert etwa 20-40 min. Bei akuten Erkrankungen sollten 2 Sitzungen pro Woche erfolgen. Ein Behandlungszyklus von 10 Terminen je nach Erkrankung ist sinnvoll. Wiederholungen bei chronischen Erkrankungen sind oftmals notwendig.
Akupunktur
Die Akupunktur ist ein bewährtes Behandlungssystem, das Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist und seit über 2000 Jahren angewendet wird.
Durch das Setzen dieser genau definierten Akupunkturpunkte werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und gestärkt. Dadurch kann die Gesundheit erhalten oder Krankheiten gelindert bzw. geheilt werden. Die Auswirkungen der Akupunktur auf den Körper sind vielfältig und wurden wissenschaftlich nachgewiesen: Sie beeinflusst unter anderem positiv das Nerven-, Hormon- und Immunsystem sowie die Durchblutung. Die Stimulation durch die Nadeln hemmt beispielsweise Schmerzsignale, führt zur Ausschüttung schmerzhemmender Substanzen im Körper (Endorphine), wirkt auf entfernte Organe mittels Botenstoffe (Neurotransmitter) und entspannt das Gefäßsystem sowie Bindegewebe und Muskulatur.
Die Akupunktur erzielt besonders gute Ergebnisse in Verbindung mit anderen Therapieverfahren der TCM wie z.B. chinesische Arzneimitteltherapie, chinesischer Ernährungstherapie, Tuina-Massage und Qi Gong.
Neben der chinesischen Akupunktur mit Nadeln gibt es auch verschiedene Sonderformen, wie z.B. die Ohrakupunktur, japanische Akupunktur, koreanische Handakupunktur oder Schmerzakupunktur nach Master Tung und Balance-Akupunktur nach Dr. Tan.
Die Akupunktur ist eine sehr sichere und schonende Therapieform, die kaum Nebenwirkungen hat. Die Nadeln sind so dünn wie ein Haar und werden nur oberflächlich in die Haut gestochen. Viele Patienten empfinden das Setzen der Nadeln als angenehm oder spüren gar nichts davon. Akupunktur kann bei vielen Beschwerden eingesetzt werden, z.B. bei Schmerzen im Bewegungsapparat (Rücken-, Nackenschmerzen), Kopfschmerzen/Migräne, Allergien/Heuschnupfen, Verdauungsproblemen sowie psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzuständen.
Die WHO (Weltgesundheitsbehörde veröffentliche 2003 eine Liste von Krankheiten, die mit Akupunktur und TCM behandelt werden kann:
Im Jahre 2003 veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Liste mit möglichen Indikationen:
- Bronchitis
- Neurodermitis
- Urtikaria (Nesselsucht)
- Arthrose (degenerative Gelenkerkrankung)
- BWS-Syndrom ...