Auslegergerüste
Auslegergerüste sind Arbeits- und Schutzgerüste, deren Belagflächen auf Auslegern, die aus dem Bauwerk auskragen, aufliegen. Der „Ausleger“ kann ein Stahlprofil sein, das auf der Stahlbetondecke über zwei vorher einbetonierte Stahlschlaufen mit Holzkeilen verkeilt wird. Es kragt über den Deckenrand hinaus und hat am äußeren Ende eine Vorrichtung zur Aufnahme eines Geländerpfostens. Als Belag dienen üblicherweise Holzbohlen. Auslegergerüste werden im konventionellen Gerüstbau kaum noch verwendet – wenn überhaupt, dann vereinzelt bei kleinen Handwerksbetrieben. Abgelöst wurden sie durch Modulkonstruktionen, wie Bühnensystemen oder Konsolgerüsten, die einfach am Bauwerk verankert werden, ohne dass auskragende Ausleger notwendig sind.
Konsolgerüste
Konsolgerüste sind Arbeits- und Schutzgerüste an Bauwerken des Hoch- und Tiefbaus oder an Traggerüsten, deren Belagflächen auf Konsolen aufliegen. Konsolgerüste kommen in einer festgelegten Höhe an Bauwerken zur Durchführung von längenorientierten Arbeiten zum Einsatz. Dazu werden Konsolen an der Außenwand in einbetonierten Aufhängeschlaufen eingehängt, deren Hauptteile nach der Demontage des Gerüsts entfernt werden. Auf den Konsolen werden Belagflächen verlegt. In ihrer Konstruktionsweise ähneln Konsolgerüste dem Auslegergerüst und wie diese kommen sie dort zum Einsatz, wo der Aufbau eines Standgerüsts gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand zu bewerkstelligen ist.
Das Rahmengerüst
Rahmengerüste bestehen in der Grundform aus Vertikal- und Horizontalrahmen, aus Belag, Diagonalen und Seitenschutz, die am Einsatzort ineinander gesteckt werden. Schrauben werden nicht benötigt. Mit den Rahmengerüsten begann die Systematisierung im Gerüstbau. Ihre Bauweise folgt einer einfachen Auf- und Abbaulogik, was Montagefehler (bei Befolgung der Aufbauanleitungen des Herstellers) weitestgehend ausschließt. Aufgrund der leichten Handhabung sind sie heute die am häufigsten verwendeten Gerüste für Standardanwendungen. Eingesetzt werden sie als Arbeits- und Schutzgerüste hauptsächlich für Fassaden oder als Schutzgerüste, die den Absturz von Personen oder Material verhindern.
In der deutschen Normung sind Rahmengerüste seit 1990 als eigenständige Bauteile unter der Bezeichnung „Gerüste besonderer Bauart“ geregelt. Ihr statischer Nachweis muss durch Berechnungen und Versuche vom Hersteller erbracht werden. Der Auftraggeber wählt je nach durchzuführender Arbeit eine der insgesamt sechs Lastklassen und eine der insgesamt sieben Breitenklassen aus.
Das Modulgerüst
Die Flexibilität eines Modulgerüstsystems ist weitgehend von der Knotenkonstruktion und von der Anzahl der Zubehörteile abhängig. Zudem bestimmt die konstruktive Ausbildung des Knotens die Tragfähigkeit der Gesamtkonstruktion sowie die Montagefreundlichkeit.
Der Treppenturm
Treppentürme werden zusätzlich an ein Bauwerk oder Gerüst angebracht und gewährleisten den schnellen und sicheren Zugang zu höher oder tiefer gelegenen Arbeitsplätzen, wie beispielsweise zu Dächern, Brücken oder Baugruben. Sie können frei stehend oder in das Gerüst integriert errichtet werden.
- Wetterschutzdach, das auf einem bestehenden Dauerbauwerk aufgelagert ist
- Wetterschutzdach, das auf einem Gerüst aufgelagert ist
- Wetterschutzdach, das auf eine andere temporäre Konstruktion aufgelagert ist (z. B. Stahlrahmen)
- temporäre Wand (Wetterschutzwand), die von einer separaten Konstruktion getragen wird
- Einhausung als komplette temporäre Konstruktion bestehend aus Dach, Wänden und zugehörigen temporären Auflagern
Lastenbauaufzüge
- schnelllaufende Aufzüge zum Transport von Material
- ohne Personenbeförderung
- bis 500 kg mit schwenkbarer Bühne
- über 500 kg sind es Durchladebühnen in unterschiedlichen Größen
- alle Modelle mit Zahnstangen-Antrieb
- Ausführung mit TÜV-Zulassung, CE-/ GS-Zeichen sowie gemäß EU-Maschinenrichtlinie und europäischer bzw. deutscher Norm
- Mast-Verankerungen am Gerüst oder direkt am Bauwerk
- Bedienung erfolgt ausschließlich von ...