Das Kinderhaus ist ein besonderer Verein – eine Eltern-Kind-Initiative, bei der Eltern, Pädagog*innen und Kinder kräftig mitmischen. Wir betreiben eine vom Freistaat Bayern und von der Landeshauptstadt München geförderte Krippe und einen staatlich anerkannten Kindergarten. So können die Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt in derselben Einrichtung bleiben.
Im Kinderhaus wird ein familiäres Miteinander zwischen Groß und Klein gelebt. Team und Eltern stehen in engem Austausch und Eltern unterstützen sich gegenseitig. Kinder und Erwachsene bauen vielfältige Beziehungen und Freundschaften auf. Hier leben die Kinder nach eigenen Maßstäben, erproben soziales Handeln und entwickeln kommunikative Fähigkeiten gemäß dem eigenen Rhythmus. Situativ geht unser Team auf die Kinder ein und bietet je nach Alter und Interessen Aufgaben an, initiiert viele Ausflüge, integriert die Kinder in den Kinderhaus-Alltag und unterstützt sie bei Konfliktlösungen und gemäß ihren Bedürfnissen.
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Das Kinderhaus ist in altershomogene Gruppen strukturiert, in denen die Kinder von festen Bezugspersonen übers Jahr begleitet werden. Die Betreuung findet, abgesehen von Schlaf- und Essenszeiten, alters- und gruppenübergreifend in den gleichen Räumlichkeiten statt, so dass sich Klein und Groß wie in einer Familie bunt mischen. Mit Fokus auf „ihrer“ Kindergruppe und deren Bedürfnissen sind die Erzieher gruppenübergreifend tätig, so bauen die Kinder über die Jahre nach und nach ein Vertrauensverhältnis zum gesamten Team auf.
Die Kinder sind in drei Gruppen strukturiert: Die Baby-Gruppe bestehend aus acht einjährigen und zehn zweijährigen Kindern wird von vier Bezugis betreut. Unsere Dreijährigen: Diese Gruppe besteht aus mindestens 12 Kinder mit zwei festen Bezugspersonen. Die Kinder ab 4 Jahren bis zur Einschulung bilden die Gruppe des Kindergartens mit maximal 25 Kindern und vier festen Bezugspersonen.
Im Kinderhaus ist das pädagogische Team klar den einzelnen Gruppen zugeteilt, so dass die Kinder genau wissen, wer ihre Bezugsperson ist. Im offenen Alltag arbeiten die Pädagog*innen gruppenübergreifend und sind für alle Kinder gleichermaßen zuständig. Die Kleingruppen finden sich in verschiedenen Schlüsselsituationen immer wieder zusammen: beim Essen, beim Mittagsschlaf (oder einer Ausruhphase für die Größeren), bei Ausflügen, Kinderzimmerbesuchen, Parktagen, den Kinderteams, und auf der alljährlichen Bauernhoffahrt. Auch die kleinen Elternabende finden gruppenintern alle sechs bis acht Wochen statt. Hier werden alle Themen organisiert, die speziell die Kleingruppe betreffen.
Unser Team setzt sich aus ausgebildeten Fachkräften und Auszubildenden zusammen, wobei ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis angestrebt wird. Wenn möglich, werden zwei Stellen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) bzw. des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) besetzt. Dem Kinderhausverein ist wichtig, auch Ausbildungsstelle zu sein und jungen Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen oder Kinderpfleger*innen die Möglichkeit für ein Praktikum zu bieten.
Alle pädagogischen Mitarbeiter*innen werden von Eltern und Kindern „Bezugis“ (Bezugspersonen) genannt. Diese sprachliche Besonderheit soll ausdrücken, dass nicht der jeweilige Ausbildungsstand über die Funktion im Kinderhaus entscheidet, sondern dass alle Erwachsenen Ansprechpartner*innen für die Belange der Kinder sind und gleichermaßen Verantwortung tragen – ohne hierarchische Einschränkungen. Die Mitglieder des pädagogischen Teams agieren untereinander ebenso basisdemokratisch wie unser Verein selbst. Die Meinung oder die Bedenken eines Praktikanten oder einer Praktikantin zählen ebenso viel wie die einer Fachkraft. So tragen die Auszubildenden maßgeblich zur pädagogischen und organisatorischen Entscheidungsfindung bei.
Das Team des Kinderhauses setzt sich derzeit aus 10 Betreuer*innen zusammen – bestehend aus Erzieher*innen, Kinderpfleger*innen, Berufs- und ...